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8. City–Cup in Berlin (2005)

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die LPG mittendrin...

Wieder einmal war es soweit: die LPG ging auf Tour in die große weite Welt. Dieses mal war jedoch schon in der Bundeshauptstadt die Anreise vorbei – nicht aber das Abenteuer Drachenboot. Als reine Fun-Veranstaltung erwies sich der 8. City-Cup genau richtig.

Diesen Namen trägt das Rennen seit 1998. Davor nannte man dieses Spektakel „Asia Pacific Cup“. Grund der Umbenennung waren rechtliche Gründe am Namen. Aber genau beim Asia–Cup 1997 erntete die LPG ihren ersten Pokal für einen dritten Platz. So wurde zur „Titelverteidigung“ geläutet.

Leider folgten dem Aufruf nur widerwillig einige Teilhaber der Paddelgesellschaft und so wurde kurzer Hand Verstärkung aus dem Angebot vor Ort gewählt. Tauschen ist bei solchen Wettkämpfen erlaubt und es macht Spaß, anderen Teams die besten Paddelhalter zu entführen. Es entstand eine Patchwork – Mannschaft mit internationaler Beteiligung. Zunächst gesellte sich Berdien aus Holland zu uns. Sie brachte Markus aus Berlin mit. Am Bootssteg stolperte der Teamcaptain über Petra aus Österreich – auch sie wurde kurzerhand ins Boot gesetzt. Und Augen auf: Unsere Nachbarn an der Regattastrecke, die „Karoliner Dragons“, hatten noch hübsche Mädchen – wir dagegen akuten Frauenmangel. Weil alle Rennen als „Mixed“ gefahren wurden, mussten mindestens 6 Frauen der Besatzung angehören. Also lockten wir Suse und Ines mit gekonntem Lächeln unter ihrem Pavillon hervor und zu uns. Für ein Rennen tauschten wir Julia vom Team den „Physiotherapeuten“ gegen zwei Jungs von uns. Männer sind heutzutage nicht mehr viel wert!

Jetzt waren wir komplett und es konnte losgehen. Die Strecke von 200 Metern galt es zu überwinden und das mit 9 (!) Booten nebeneinander. Die Vorläufe waren somit bald Geschichte, obwohl über 100 Teams sich dem Wettstreit stellten.

In der Mittagspause versuchten die „Karoliner“, uns mittels lecker Bratwurst, Steaks und frischem Bier matt zu spielen und damit Konkurrenz aus zu schalten. Ja, Schade für Euch. Auch diese Disziplin beherrscht die LPG locker. Schnell waren alle Vorräte vertilgt, die Fässer geleert und die Frage: „Was essen wir nun?“ gestellt. Training ist halt alles. Frisch gestärkt ging das Wettfahren auf dem Wasser weiter.

Es hatte bis dahin noch keiner gemerkt, das wir auf der Regattastrecke in Grünau genau auf der Anlage der Weltmeisterschaften 2005 unterwegs waren und zugleich als Dummy für die Ziel – und Zeitnahme modernster Produktion herhalten mussten. Na macht nichts – wir hatten Spaß dabei. Und Zeiten wurden erreicht, von denen wir zuvor keinen Schimmer hatten. Unter eine Minute zu bleiben und das mit dieser bunten Truppe, nötigt Respekt, so finde ich! Und so motiviert schafften wir es bis in das C- Finale und dort mit 58:25 auf Rang 8 und letztendlich auf einen 25. Platz von 108 Mannschaften. Das soll erst mal jemand nachmachen, denn schließlich ließen wir über 80 Paddelgruppen hinter uns. Lohn war eine schicke Urkunde mit Erinnerungsfoto – eine gute Idee.


Bericht: Bernhard Krüger

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