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18. Armada-Cup in Bern

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die unendliche Geschichte geht weiter...

Das dritte Jahr nun versucht sich ein harter Kreis von Paddlern der LPG und seinen (Dauer)-Gästen aus Riesa und Berlin beim Langstreckenrennen auf dem Wohlensee bei Bern, um beim Armadacup Lorbeeren zu ernten. Wie immer begleitet vom schönsten Mützenwetter machte sich das gemischte Team auf den Weg in die Alpen.

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volle Besatzung...

Zur 18. Auflage dieser Jahresabschlussveranstaltung für Ruderer und Drachenbootfahrern hatten uns die Veranstalter die Startnummer 13 (!) verpasst. Niemand nahm daran Anstoß – alles war wie immer: die Vorbereitung auf heimischer Elbe mit Dauerpaddeln von über einer Stunde, die routinierte Reisevorbereitung nebst Bootstransport, die abgeklärte Einsteig – und Startphase in das bekannte und wie immer klare Wasser der Regattastrecke. Nur beim so genannten Einschwimmen kamen erste Zweifel auf, ob wir zur richtigen Zeit an richtigen Ort waren. Ein heilloses Durcheinander und die vergebliche Suche nach dem Starterboot. War dieses bereits gesunken? Eine schlimme Ahnung überkam uns. Äußerlich ließen wir uns das aber nicht anmerken und bei Gesprächen mit Kontrahenten ging es noch einigen anderen Bootsinsassen genau so. Aber Bange machen gilt nicht.

Bei Langstreckenrennen ist es allgemein üblich in Startgruppen mit mehreren Booten das Rennen zu beginnen und dabei hat jedes Team seine vorher bestimmte Startzeit. Nicht so in der Schweiz. Dort scheinen andere Arten üblich zu sein. Man fährt los, wenn man will – eine Form von falsch verstandener Freiheit? Man weiß es nicht. Jedenfalls ging urplötzlich ein Ruck durch die große Gruppe von 15 Booten und ein jedes fuhr los. So einfach geht das, auch ohne Starter. Man kann damit offensichtlich gut Personal sparen. Sollten sich unsere Organisatoren mal für das Dresdner Spektakel überlegen... Da wir artig erzogen wurden, stellten wir uns hinten an. Diesen Platz verteidigten wir vehement bis zum Schluss. Denn es gab reichlich Beifall für den Letzten, das vorletzte Boot erntete nur Kopfschütteln, da es uns den Spaß verdarb. Die einheimische Presse war auf uns fokussiert, welch eine unerwartete Aufmerksamkeit. Nach einer stundenlangen Zeremonie, genannt Siegerehrung verließen wir den Ort der Niederlage erhobenen Hauptes, mit einen Erinnerungsbild unter dem Arm des Teamcaptains.

Der kommende Tag gehörte der Gipfelerstürmung. Auch dabei wurde ein Fähnchen mit dem Logo der sächsischen Kultur- und Residenzstadt mitgeführt. Hoch oben auf dem „Niesen“ im Berner Oberland versanken unsere Blicke in der Weite der Gebirgskette von Eiger, Jungfrau und Mönch. Traumhaftes Wetter mit grandioser Fernsicht belohnten jede Mühe und ließen den vorherigen Tag schnell vergessen. Mit einem Schluck Gipfelbier war auch der letzte Ärger hinunter gespült.

Aber niemand sollte glauben, das das Kapitel „9000 Meter Bern“ damit für uns beendet ist! Wir kommen wieder, unverhofft werden wir dann allen zeigen, wie man richtig und lang Drachenboot fährt – ganz bestimmt.


-Bernhard Krüger-

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