Die LPG bei Händel, oder andere Festspiele
Drachenbootcup am Osendorfer See in Halle/Saale
Just im Juni sollte es ein, das die LPG wieder einmal eine Reise tat. Sie begab sich auf in Richtung Saale, um auf dem Gewässer Osendorfer See nach Pokalen zu hechten.
Ob es gelang? Lest nun folgende Zeilen: Die Ghostdragons aus Halle hatten gerufen, um beim Drachenboot-Cup 2009 an einem Wettstreite teilzunehmen und dort die Kräfte zu messen. Wahrlich viele Leute waren dem Ruf gefolgt und machten dem Gastgeber ihre Aufwartung. 83 Teams reisten an und bereits der Kampf um die besten Zeltplätze war aufregend. Denn, nur wer gut schläft kann auch erfolgreich sein (wenn auch die Nacht zuvor nur kurz und dafür kalt war). Apropos, die Schafskälte hatte sich als unliebsamer Begleiter dazugesellt – nicht wirklich eine Motivation, um morgens den Schlafsack zu verlassen. Ein kräftiger Stützkaffee sollte genügen. Aufwärmen der Glieder, Lockerung des Gesäß, Zähnchen putzen und fertig.
Als Vorlaufgegner hatte man gleich alle Sport – und Basicteams in ein Rennen gesteckt, als Premium und Sport gewertet. Gegen Mittag war es dann, die Sonne war noch nicht da und ein 5. Platz über 250m war unser. Wie fast immer: Mit miesem Start im ersten Lauf, oder konstant eine „1:06:00“ wie anderen Orts. Bei diesem Rennplan war eine Orientierung ohnehin schlecht möglich, da zwischen allen Distanzen (250m, 1800m, wieder 250m, dann 100m) hin und her gewechselt wurde. Auch die Ermittlung der Platzierungen mittels „Punktewertung“ war ominös. Mittendrin die obligatorische Langstrecke, hier über 1800m im Verfolgungsrennen. Diesmal drehten wir den Spies um: Die 30 sec. (!) vor uns gestarteten Rankesprotten hatten wir kurz vor der Wende eingeholt, waren aber gut erzogen und ließen ihnen (noch) den Vortritt, wegen neuer Boote und so. Nach der Boje war es um sie geschehen. Mit langem kräftigem Schlag verschwanden wir für sie am Horizont – wirklich wahr.
So kamen wir deutlich und nicht nur optisch, sondern auch von der Zeit als Erste ins Ziel. Dachten wir. Was folgte, war Ernüchterung: Die LPG hatte erst Platz 3, dann Platz 2 – und kommt noch was? Nein. Eine Zeitnahme erfolgte erst gar nicht. Folglich legten wir erstmalig in unserer langen Zeit des Bestehens Protest ein; wie wir fanden, zu Recht. Ergebnis offen. Zwar wurde bescheinigt, dass der Protest eine Wandlung der Rennergebnisse ergab, leider nur verbal. Erst zu später Stunde konnte ein vorläufiges Endergebnis Premium/Sportteams verkündet werden, welches besagte:
Sport 100 m, 250 m, 1800 m
1. Quereinsteiger
2. LPG "Blaues Wunder"
3. Rankesprotten
Premium 100 m, 250 m, 1800 m
1. Sonntagsfahrer
2. RVG Dragon One
3. Ottonen
Alles in allem eine schöne Veranstaltung – fast. Trotz alledem Dank an Steffen Lang und seinen fleißigen Helfern. Stets freundlich aber leicht überfordernd wirkend wirbelten sie zwischen den über 2000 Sportlern umher und sorgten für einen ansonsten reibungslosen Ablauf. Das Wettkampfgericht wurde aus Leuten des DDV gebildet. Wir möchten niemand zu nahe treten, aber diese Arbeit war einer so hoch angesiedelten Veranstaltung nicht würdig.
Weil diesmal die bäuerliche Gemeinschaft zahlreich angetreten war, konnten wir noch mehreren Teams mit Personal aushelfen, damit auch sie an den Start gehen konnten – machen wir doch gern. Der immer stärker werdende Regen machte das Leben als Drachenbootfahrer-/innen schwer. Alles war nass, klamm und klitschig. So entschlossen wir uns leider dazu, den Ort des Geschehens zu verlassen und stiegen in die Kutsche zwecks Heimreise. So kam es leider nicht zur Ouvertüre.
Am Abend fand eine Drachenbootparty statt, bei der sämtliche Sieger und Platzierte geehrt wurden. Pokale und Urkunden wurden verliehen, Beifall gespendet, Prosit gerufen und manche klatschten sich auf die Schulter. Um immer auf die gleiche Stelle... bloß gut, das lediglich die ersten drei prämiert werden.
Auch die LPG möchte danken: Verdiente Sportlerinnen und Sportler von unseren Nachbarn des VKD Dresden Bulls unterstützen uns mit all ihren Kräften hervorragend und trugen so zum Gesamterfolg bei.
Bericht: Bernhard
Fotos: Markus




